Experimentelle Fassung. Nicht an realen Messwerten erprobt, von keiner Prüfstelle begutachtet; die hinterlegten Werkstoffkennwerte sind Literaturstartwerte ohne eigene Prüfung. Nutzung auf eigene Verantwortung, ohne Gewähr für die Richtigkeit der Ergebnisse.
Nicht das einzelne Bauteil, sondern die Serie. Je Auftrag werden Gerät, Charge, Profil, Stückzahl, Ausschuss und eine Messgröße festgehalten. Daraus entsteht die Regelkarte.
In einer eigenen Datei (auftragsbuch.json), nicht im Werkzeug. Laden über das Dateifeld, Ergänzungen mit Auftragsbuch speichern wieder herausschreiben. Es gibt bewusst keinen Browserspeicher und keine Wolke — ein angehängter Eintrag geht beim Schließen verloren, wenn nicht gespeichert wird.
auftragsbuch-vorlage.json ist die leere Datei zum Anfangen, auftragsbuch-beispiel.json zeigt ein gefülltes Buch.
Überwacht wird eine Größe — ein Passmaß, eine Wandstärke, eine Auslösekraft. Bei mehreren Größen je Bauteil ein eigenes Buch je Größe führen. Der Grund: eine Regelkarte über gemischte Größen zeigt nichts.
Die drei einfachen Regeln der Fertigungspraxis:
| Regel | Bedeutung |
|---|---|
| Wert außerhalb Mittelwert ± 2s | Einzelfall, zuerst nachsehen |
| sieben Werte auf derselben Seite des Mittelwerts | der Prozess hat sich verschoben |
| sieben Werte mit gleicher Tendenz | stetiger Gang — Verschleiß oder Feuchte |
Dazu der Fähigkeitskennwert (Cpk), sofern Soll und Toleranz eingetragen sind: unter 1,0 entsteht regelmäßig Ausschuss, unter 1,33 ist es knapp.
Die Gruppierung nach Charge und nach Gerät. Beispiel aus dem mitgelieferten Buch:
| Charge | n | Mittel | s |
|---|---|---|---|
| L2026-14 | 12 | 10,020 | 0,0068 |
| L2026-22 | 10 | 10,086 | 0,0360 |
| Gerät | n | Mittel | s |
|---|---|---|---|
| P1S #1 | 11 | 10,047 | 0,0389 |
| P1S #2 | 11 | 10,053 | 0,0454 |
Die Abweichung hängt eindeutig an der Spule, nicht an der Maschine. Ohne diese Aufteilung hätte man beide Drucker nachjustiert und den Fehler behalten.
Die Schaltfläche Prüfbericht öffnet eine helle, druckfertige Ansicht zum Mitgeben: Auftraggeber, Bauteil, Sollwert und Toleranz, die Kennzahlen der Serie und eine Tabelle aller erfassten Aufträge mit der Lage jedes Messwerts zu den Eingriffsgrenzen. Darunter stehen Umfang und Grenzen sowie ein Unterschriftsfeld.
Auftraggeber und Bauteil werden im linken Bereich eingetragen; sie erscheinen nur im Bericht.
Der Bericht ist bewusst nüchtern gehalten — er soll prüfbar sein, nicht werben. Und er sagt ausdrücklich, was er nicht ist: keine akkreditierte Prüfung, keine Kalibrierung, keine Konformitätsbewertung.
Ab etwa zwanzig Punkten wird eine Regelkarte aussagekräftig. Darunter ist sie eine Liste, kein Nachweis — das Werkzeug sagt das auch.
Einfache Regeln der Fertigungspraxis, keine akkreditierte Prüfung und keine Konformitätsbewertung. Ein Fähigkeitskennwert aus wenigen Aufträgen ist eine Tendenz.
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