Experimentelle Fassung. Nicht an realen Messwerten erprobt, von keiner Prüfstelle begutachtet; die hinterlegten Werkstoffkennwerte sind Literaturstartwerte ohne eigene Prüfung. Nutzung auf eigene Verantwortung, ohne Gewähr für die Richtigkeit der Ergebnisse.
PRÜFWERK verwandelt eine Probekörperserie in eine Materialkarte. Damit rechnet LASTWERK nicht mehr mit Literaturwerten, sondern mit den Kennwerten der eigenen Kombination aus Charge, Gerät und Profil.
Bruchspannungen in MPa, ein Wert je Zeile (Komma oder Punkt egal). E-Modul und Dichte sind optional; fehlen sie, bleibt der Literaturstartwert stehen. Die Herkunftsfelder wandern vollständig in die Karte — sie sind der Grund, warum die Karte später noch nachvollziehbar ist.
Eingetragen werden die Höchstkräfte in Newton, dazu Stützweite (Standard 64 mm) und die gemessenen Querschnittsmaße des Stabs. Die Biegespannung rechnet das Modul selbst:
σ = 3 · F · L / (2 · b · h²)
Liegt die Biegefestigkeit unter der Zugfestigkeit, wird gewarnt — bei Kunststoffen ist üblicherweise das Gegenteil der Fall, und die Ursache liegt fast immer bei Stützweite oder Querschnittsmaßen.
Der Wert wandert als sigma_b in die Karte. LASTWERK rechnet derzeit nicht damit; er dient der Plausibilitätskontrolle und der Dokumentation.
Das Chargenfeld bestimmt die Kennung der Karte: aus Werkstoffgruppe und Charge wird petg@l2026-14. Ohne Charge heißt die Karte nur petg und überschreibt beim Einhängen den Literaturstartwert der ganzen Gruppe. Wer zwei Spulen getrennt führen will, muss die Charge eintragen.
Karte speichern legt eine JSON-Datei ab. In LASTWERK unter Materialkarte laden einlesen — die Werkstoffliste übernimmt sie sofort, der Hinweistext unter dem Auswahlfeld zeigt Datum und Probenzahl.
Nicht gemessen werden Dauerfestigkeit, Wärmeformbeständigkeit und Verzugsneigung. Diese drei Größen bleiben Literaturstartwerte und stehen in der Karte im Feld uebernommen ausdrücklich als solche.
Prüfprotokoll drucken gibt Messreihen, Befund und Karte ohne die Eingabespalte aus — ablagefähig zur Charge.
Statistik nach ISO 527-1 (Standardabweichung mit n-1). Keine Prüfstelle, keine Kalibrierung, keine Konformitätsbewertung. Eine Karte gilt für die dokumentierte Kombination aus Charge, Gerät und Profil, nicht darüber hinaus.
Keine Anwendung für sicherheitskritische, tragende, personenschützende oder medizinische Bauteile. Lohnfertigung: Produktverantwortung und Eignungsprüfung liegen beim Auftraggeber.
Lizenziertes Werkzeug · Nutzung nach Maßgabe des Lizenzvertrags, Weitergabe an Dritte nicht gestattet · Betreiberangaben sind vom Anwender einzutragen